Du tippst „Newsletter Tool kostenlos“ in die Suche und bekommst von zwölf Vergleichsportalen zwölf unterschiedliche „Testsieger“. Fast jede Quelle kürt dabei genau das Tool zum Gewinner, für das sie selbst einen Affiliate-Link gesetzt hat. Das macht die Auswahl schwerer, denn du kannst kaum unterscheiden, welche Empfehlung aus einem echten Vergleich stammt und welche aus einem Provisions-Interesse.
Dieser Beitrag geht den Weg andersherum: eine nüchterne Free-Tarif-Tabelle, eine offengelegte Rechnung, ab wann ein Limit eng wird, und eine Zuordnung nach deinem Engpass statt nach dem Tool, das am meisten Provision zahlt. Wenn du noch keinen Rechtsrahmen für deinen Newsletter geklärt hast, findest du ihn im Beitrag zum Newsletter starten für kleine Unternehmen. Hier geht es ausschließlich um die Tool-Frage.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Gratis-Tarif reicht: Für den Start genügt fast immer der Free-Tarif, „kostenlos“ bedeutet aber entweder unbegrenzte Kontakte oder unbegrenzten Versand, nie beides gleichzeitig.
- Vier Anbieter dominieren das Free-Segment: mit deutlich unterschiedlichen Grenzen bei Kontakten, Versandvolumen und Branding, es gibt keinen universellen Testsieger (Stand Juli 2026).
- Deine Versandfrequenz entscheidet, nicht die Rohzahl: Eine kurze Rechnung zeigt deine echte Reserve.
- „EU-Server“ ist nicht automatisch „DSGVO-konform“: Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und deine eigene Anmeldestrecke sind drei getrennte Fragen.
- Ein Upgrade auf 10–20 €/Monat lohnt sich erst dann: wenn ein Limit dich real bremst.
Reicht ein kostenloses Newsletter-Tool für dich?
Ja, für den Start reicht ein Gratis-Tarif fast immer aus, solange deine Liste klein ist und du keine tägliche Massen-Kampagne fährst. Der Haken liegt in einer Unterscheidung, die in den meisten Vergleichen nur in der Tabelle steckt, aber selten im Fließtext erklärt wird: „Kostenlos“ bei Newsletter-Tools hat zwei unterschiedliche Formen. Der eine Anbieter verschenkt eine unbegrenzte Kontaktzahl bei begrenztem Tages- oder Monatsvolumen, der andere begrenzt die Kontakte, lässt dich dafür aber großzügiger versenden. Beides gleichzeitig unbegrenzt gibt es im Gratis-Segment nicht.

Diese Achse entscheidet später, welches Tool zu dir passt, und nicht eine allgemeine Bewertung mit Sternen oder Schulnoten. Wer eine große, aber selten angeschriebene Liste pflegt, hat andere Anforderungen als jemand, der wöchentlich an eine kleine, wachsende Gruppe schreibt.
Bevor du ein Tool wählst, sollte der Rechtsrahmen stehen: Double-Opt-in, Datenschutzhinweis und Impressumspflicht sind im Beitrag zum Newsletter starten für kleine Unternehmen behandelt. Dieser Beitrag setzt das voraus und konzentriert sich ausschließlich auf die Tool- und Kostenfrage.
Werbung. Im nächsten Abschnitt nennen wir konkrete Tools, teils mit Affiliate-Links (mit \* markiert). Kaufst oder buchst du darüber, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Mehr dazu auf unserer Seite Transparenz & Werbung.
Die Free-Tarife im Vergleich: Kontakte, Versandlimit, Branding
Lies die Tabelle von deinem Engpass aus. Wenn du erst 20 bis 100 Kontakte hast, zählt vor allem, dass du sauber starten und später wechseln kannst. Wenn du schon viele Bestandskunden einladen willst, ist eine unbegrenzte Kontaktzahl wichtiger als Automationskomfort. Wenn Datenschutz-Kommunikation für deine Kundinnen und Kunden sensibel ist, prüfst du Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag zuerst.
Vier etablierte Anbieter dominieren den kostenlosen Einstieg, mit deutlich unterschiedlichen Grenzen bei Kontakten, Versandvolumen und Eigenmarken-Branding. Brevo\ erlaubt im Free-Tarif eine unbegrenzte Kontaktzahl, begrenzt den Versand aber auf 300 Mails pro Tag, inklusive Brevo-Branding in der Mail, Serverstandort EU (Stand Juli 2026) [1]. MailerLite\ hat sein Free-Kontingent zum 1. Juli 2026 verkleinert: aktuell rund 250 Kontakte und 2.500 Mails im Monat, mit bis zu drei aktiven Automationen und MailerLite-Branding im Free-Tarif (Stand Juli 2026) [2][3].
GetResponse\ und CleverReach setzen die Grenze jeweils anders. GetResponse\ führt einen dauerhaften Free-Tarif für bis zu 500 Kontakte mit 2.500 Mails im Monat, mit sichtbarem GetResponse-Badge in jeder Mail; nur die ersten 14 Tage laufen mit vollem Premium-Funktionsumfang, danach fällt der Account automatisch auf die Free-Grenzen zurück (Stand Juli 2026) [4][5]. CleverReach begrenzt auf 250 Kontakte und 1.000 Mails im Monat, mit CleverReach-Branding im Free-Tarif, betreibt seine Server dafür ausschließlich in Deutschland (Stand Juli 2026) [6][7]. Als weitere europäische Option mit Fokus auf deutschen Serverstandort taucht in Vergleichen zusätzlich rapidmail auf. Dort gibt es aber keinen Free-Tarif für eine wachsende Liste, nur einen einmaligen Testversand an bis zu 2.000 Empfänger sowie einen dauerhaft kostenlosen Versand an bis zu 10 Empfänger [8].

| Tool | Kontakte | Versandlimit | Automation im Free-Tarif | Branding-Pflicht | Serverstandort |
|---|---|---|---|---|---|
Brevo\* | unbegrenzt | 300 Mails/Tag | eingeschränkt | ja [1] | EU |
MailerLite\* | 250 | 2.500 Mails/Monat | ja, max. 3 aktive Automationen | EU | |
GetResponse\* | 500 | 2.500 Mails/Monat | eingeschränkt | EU | |
CleverReach | 250 | 1.000 Mails/Monat | eingeschränkt | ja [6] | Deutschland [7] |
Keine dieser vier Optionen ist in allen drei Dimensionen (Kontakte, Versand, Branding) großzügig. Die Wahl läuft über den Engpass, der für deine Situation am wenigsten wehtut, und nicht über einen pauschalen Testsieger. Sobald das Tool steht, findest du im Beitrag zu kostenlosen Newsletter-Vorlagen die passende Design-Vertiefung.
Ab wann wird das Free-Limit eng? Eine ehrliche Rechnung
Ob ein Limit dich bremst, hängt vor allem an deiner Versandfrequenz und Listengröße. Eine kurze Rechnung zeigt, wo die Reserve liegt. Nimm Brevo\* als Beispiel mit dem Tageslimit von 300 Mails [1]: Bei 300 Kontakten und einer monatlichen Ausgabe reicht ein einziger Versandtag mit großer Marge, weil die 300 Mails an einem Tag versendet werden können. Wächst deine Liste auf 1.500 Kontakte, brauchst du bei derselben monatlichen Frequenz bereits fünf Versandtage, weil das Tageslimit unverändert bei 300 bleibt.
Diese Gegenrechnung ist offengelegt und keine gemessene Erhebung. Sie zeigt lediglich, wie sich Kontaktzahl und Tageslimit gegenseitig verschieben. Der Unterschied zwischen „Kontakte-Limit“ und „Versand-Limit“ wird dadurch greifbar: Ein Tool mit unbegrenzten Kontakten kann trotzdem an einem einzigen Versandtag scheitern, wenn deine Liste wächst, während deine Versandfrequenz gleich bleibt.
Rechne das kurz für dein eigenes Szenario durch, bevor du dich festlegst: Wie viele Kontakte hast du realistisch in sechs Monaten, und wie oft im Monat schreibst du sie an? Die Antwort sagt mehr über deinen Spielraum als jede Rohzahl in einer Vergleichstabelle.
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Newsletter-Tool im Free-Tarif direkt starten
Affiliate-Hinweis: Dieser Abschnitt enthält Affiliate-Links zu Newsletter-Anbietern (Kennzeichnung siehe oben, Transparenz & Werbung). Kaufst oder buchst du darüber, erhalten wir eine Provision, am Preis ändert sich für dich nichts. Wenn deine Rechnung oben zeigt, dass ein Free-Tarif für dich reicht, kannst du direkt starten.
Free-Tarif ansehenDSGVO und Serverstandort: was „EU“ bedeutet
„EU-Server“ ist nicht dasselbe wie „Deutschland-Server“, und keines von beiden bedeutet automatisch vollständige DSGVO-Konformität. Die drei Begriffe verdienen eine saubere Trennung. Der Serverstandort beschreibt lediglich, wo die Daten physisch verarbeitet werden: Brevo\* verarbeitet in der EU, CleverReach konkret in Deutschland, andere Anbieter teils außerhalb (siehe Tabelle oben). Das ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für Datenschutz.

Die zweite Ebene ist der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, den ein Tool-Anbieter mit dir als Nutzer schließen muss [9]. Alle vier verglichenen Anbieter stellen diesen Vertrag unabhängig vom Tarif bereit, als Vorlage im Kundenkonto oder öffentlich abrufbar, du musst ihn lediglich selbst abschließen bzw. bestätigen [10]. Die dritte Ebene liegt bei dir selbst: Double-Opt-in und ein korrekter Datenschutzhinweis auf deiner Anmeldestrecke sind Voraussetzung, unabhängig davon, welches Tool im Hintergrund läuft. Details dazu stehen im Rechtsrahmen-Abschnitt des Beitrags zum Newsletter starten für kleine Unternehmen.
Diese Trennschärfe fehlt in vielen Vergleichen, die „EU“, „Deutschland“ und „DSGVO-konform“ beiläufig als Synonyme verwenden. Prüfe deshalb Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag getrennt, und denk daran, dass die DSGVO-Konformität auch von deiner eigenen Anmeldestrecke abhängt, nicht nur vom Tool.

Welches Gratis-Tool passt zu dir?
Es gibt keinen universellen Testsieger: Die passende Wahl hängt von deinem Engpass ab, sei es Kontaktzahl, Versandfrequenz, deutscher Serverstandort oder eine spätere CRM-Anbindung. Wer eine große, aber selten angeschriebene Liste pflegt, ist mit Brevo\ am besten bedient, weil die Kontaktzahl unbegrenzt bleibt und nur die Versandfrequenz gedrosselt ist. Wer klein startet, aber von Anfang an mit Automation arbeiten will, findet in MailerLite\ schon im Free-Tarif bis zu drei aktive Automationen. Die Versandgrenze liegt seit Juli 2026 bei 2.500 Mails im Monat und damit nicht mehr über der von Brevo\* [2][3].

Hat der deutsche Serverstandort für dich Priorität und bleibt deine Liste überschaubar, ist CleverReach die naheliegende Option. Willst du Newsletter-Versand und eine einfache Kundenverwaltung aus einem Tool betreiben, lohnt sich ein zweiter Blick auf Brevo\*: Dort lässt sich der Versand mit dem CRM-Modul verbinden, das im Beitrag zum kostenlosen CRM ausführlicher behandelt wird. Brevo\* gewinnt damit zwei von vier Pfaden, nicht alle vier. Es ist die gute Wahl für bestimmte Engpässe, aber kein pauschaler Gesamtsieger.
Diese „für wen“-Logik ersetzt eine Ranking-Note bewusst durch eine transparente Zuordnung nach deinem Nutzungsmuster. Wähle nach dem Engpass, der dich real betrifft, nicht nach einem fremden Testsieger-Label, denn bei kleiner Liste kannst du ohnehin jederzeit wechseln.
Wann sich 10–20 €/Monat lohnen: die ehrlichen Upgrade-Trigger
Ein Upgrade lohnt sich erst, wenn ein Limit dich real bremst, nicht vorsorglich, „weil man das eben macht“. Die erste Zahl gehört in die Rechnung aus dem vorherigen Abschnitt: Wenn deine Liste über die dort berechnete Marge wächst und du regelmäßig mehrere Versandtage brauchst, wo vorher einer reichte, ist das dein Upgrade-Signal. Die Einstiegstarife der hier verglichenen Anbieter liegen Stand Juli 2026 zwischen rund 7 €/Monat (Brevo\ Starter) und 16 €/Monat (GetResponse\ Starter), MailerLite\* und CleverReach liegen mit ihren jeweils ersten Bezahltarifen dazwischen. Exakte Werte ändern sich, deshalb lohnt der Blick auf die aktuelle Preisseite vor Vertragsschluss [1][2][4][6].
- Das Kontakte-Limit ist erreicht.
- Das Tages- oder Monatsvolumen beim Versand ist erreicht.
- Du möchtest das Eigenmarken-Branding aus deinen Mails entfernen.
- Du brauchst Automationen, die dein aktueller Free-Tarif nicht bietet.
Notiere dir gleich beim Start, welches dieser vier Limits bei deinem Tool zuerst kommt. So triffst du die Upgrade-Entscheidung anhand von Zahlen statt nach Bauchgefühl, und du erkennst auch, ob ein Wechsel zu einem anderen Anbieter günstiger wäre als das Upgrade beim bisherigen Tool.
Werbung: Newsletter-Tools
Bereit für dein Newsletter-Tool?
Affiliate-Hinweis: Auch dieser Link ist ein Affiliate-Link (Kennzeichnung siehe oben, Transparenz & Werbung). Trifft einer der vier Upgrade-Trigger bei dir schon zu, lohnt sich der direkte Blick auf den passenden Tarif.
Passendes Tool ansehenHäufige Fragen zu Newsletter kostenlos erstellen
Kann ich einen Newsletter komplett kostenlos verschicken?
Ja, mit klaren Grenzen: Die vier verglichenen Tools erlauben dauerhaft kostenlosen Versand, begrenzen aber entweder die Kontaktzahl oder das Versandvolumen (siehe Vergleichstabelle oben).
Was ist der Unterschied zwischen Kontakte-Limit und Versand-Limit?
Das Kontakte-Limit begrenzt, wie viele Empfänger du speichern darfst, das Versand-Limit begrenzt, wie viele Mails du pro Tag oder Monat verschicken darfst. Beides zusammen unbegrenzt bietet im Free-Segment kein Tool.
Ist ein EU-Serverstandort dasselbe wie DSGVO-konform?
Nein. Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und deine eigene Anmeldestrecke sind drei getrennte Fragen, die alle erfüllt sein müssen.
Darf ich meine Bestandskunden einfach in ein neues Tool eintragen?
Das hängt von § 7 Abs. 3 UWG und der vorherigen Einwilligung ab. Diese Rechtsfrage ist im Beitrag zum Newsletter starten für kleine Unternehmen ausführlich behandelt, hier nur als Verweis.
Brauche ich für den Start schon ein bezahltes Tool?
Nein. Für die meisten Solo-Starts reicht ein Free-Tarif, ein Upgrade lohnt sich erst, wenn einer der vier Upgrade-Trigger aus dem letzten Abschnitt real eintritt.
Geht ein Newsletter auch ganz ohne extra Tool, zum Beispiel über Outlook?
Technisch ja, im Beitrag Newsletter erstellen mit Outlook liest du, wo diese Bordmittel-Lösung an ihre Grenzen kommt. Für ein wachsendes Verteiler-Management ist eines der oben verglichenen Tools meist die sauberere Wahl.
Weiterführend

E-Mail und Newsletter
Newsletter erstellen als kleines Unternehmen: der ehrliche Start-Guide
Newsletter erstellen als kleines Unternehmen: Rechtsrahmen, Tool-Wahl und die ersten 50 Abonnenten – ehrlich mit Zeit- und Kostenaufwand, Stand Juli 2026.

Kostenlose Marketing-Tools
Welches kostenlose CRM passt zu dir? 4 Tools, ein Entscheidungsbaum
Kostenloses CRM für kleine Unternehmen: 4 Tools im ehrlichen Vergleich mit verifizierten Free-Limits, Entscheidungsbaum – und wann du noch keins brauchst.

Kostenlose Marketing-Tools
Kostenlose Marketing-Tools: der Starter-Korb in 4 Bausteinen
Kostenlose Marketing-Tools sortiert nach vier Bausteinen statt endloser Liste: Website, Design, Präsentation, Schaufenster – mit ehrlicher „reicht free?“-Grenze.

