0 € kostet dein Google Unternehmensprofil. Diese Wahrheit verkaufen Agenturen dir immer wieder als Geschäftsmodell zurück. „Kostenlos, aber ohne uns holst du das Potenzial nicht raus“ ist der Satz, mit dem aus einer echten Nullkosten-Aussage ein Verkaufsargument gegen dich wird.
Die eigentliche Kostenfrage lautet deshalb nicht „wie viel Geld“, sondern „wessen Zeit und welches Angebot du brauchst“. Dieser Beitrag rechnet dir jede reale Kostenspur vor: Zeit, Google Ads, Drittanbieter. So entscheidest du selbst, ohne in ein Angebot oder eine Fake-Rechnung zu tappen.
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlos in jedem Fall: Ein Google Unternehmensprofil ist dauerhaft kostenlos, Erstellung, Bestätigung und Betrieb kosten 0 € [1].
- Zeit statt Geld: Dein echter Einsatz ist Zeit, nicht Geld, rund 1,5 bis 2 Stunden im ersten Monat, danach etwa 30–40 Minuten monatlich.
- Google Ads ist getrennt: Ads ist ein separates, freiwilliges Produkt, unabhängig vom Profil selbst.
- Agentur-Preise sind Einzelbeispiele: Öffentlich genannte Einzelbeispiele liegen zwischen rund 250 € und 545 € [5][6] für die Einrichtung; für die meisten Aufgaben brauchst du keine Agentur.
- Rechnungen sind ein Warnsignal: Zahlungsaufforderungen fürs „kostenlose“ Profil sind immer ein Betrugssignal, nie ein normaler Vorgang [3]. Stand: Juli 2026, Google ändert Oberflächen und Konditionen laufend; prüfe Details im Zweifel gegen die verlinkte Google-Hilfe.
Was ein Google Unternehmensprofil kostet: die kurze Antwort
Ein Google Unternehmensprofil kostet 0 €: Erstellung, Bestätigung und laufender Betrieb sind dauerhaft kostenlos, ein Premium-Upgrade fürs Profil selbst gibt es nicht [1]. Google beantwortet diese Frage in einer eigenen Community-FAQ mit derselben Kernaussage [2]: Für das Grundprofil fällt zu keinem Zeitpunkt eine Gebühr an, egal ob du gerade erst startest oder das Profil seit Jahren pflegst.
Wichtig ist die Abgrenzung, die diese Aussage erst vollständig macht: Sie bezieht sich ausschließlich auf das Profil selbst, nicht auf Google Ads, die als separates Werbeprodukt dazukommen können, und nicht auf Leistungen, die du bei Drittanbietern einkaufst. Diese zwei Kostenquellen sind real und eigenständig: eigene, freiwillige Entscheidungen außerhalb des Unternehmensprofils, die du unten im Detail einordnen kannst.
0 € ist also die korrekte Antwort auf die gestellte Frage, aber sie beantwortet nur die halbe Kostenfrage. Die andere Hälfte ist etwas, das in kaum einem Ratgeber als Kostenposition auftaucht: deine eigene Zeit.

Deine Zeit ist die eigentliche Kostenstelle
Kein Geld, aber Zeit: Rechnest du Einrichtung und Pflege zusammen, investierst du im ersten Monat rund 1,5 bis 2 Stunden, danach etwa 30 bis 40 Minuten im Monat. Diese Rechnung verbindet zwei bereits bestehende Referenzwerte aus der eigenen Praxis: rund eine Stunde für die komplette Einrichtung bis zur Bestätigung, wie im Beitrag zum Erstellen eines Google Unternehmensprofils aufgeschlüsselt, plus etwa 30 bis 40 Minuten monatliche Pflege, wie im Beitrag zur Verwaltung des Profils beschrieben.
Das ist kein hoher Aufwand gemessen an dem, was das Profil an Sichtbarkeit zurückgibt, aber es ist auch nicht „nichts“, wie „kostenlos“ allein suggeriert. Wer diese Stunden nicht selbst investieren will oder kann, zahlt letztlich für diese Zeit, wenn er sie an eine Agentur abgibt, und nicht für zusätzliche Google-Funktionen, die es ohnehin nicht gibt.
- Einrichtung: rund 1 Stunde, einmalig
- Laufende Pflege: 30 bis 40 Minuten im Monat
- Erstes Jahr gesamt: etwa 7 bis 9 Stunden
Diese Unterscheidung entscheidet, ob ein Angebot fair ist. Eine Agentur, die dir Stunden abnimmt, die du selbst nicht investieren möchtest, verkauft dir Zeit-Ersparnis. Das ist ein legitimes Angebot. Eine Agentur, die dir erzählt, ohne sie „funktioniere das Profil nicht richtig“ oder du „verpasst Reichweite“, verkauft dir eine Angst, die die 0-€-Fakten nicht stützen. Ab welchem Punkt neben der reinen Zeitfrage auch ein kleines Werbebudget sinnvoll wird, klärt der nächste Abschnitt.
Nächster Schritt
Deine Sichtbarkeit ehrlich einordnen
Das Google Unternehmensprofil ist ein Baustein von mehreren. Die Sichtbarkeits-Checkliste im Newsletter zeigt, was neben dem kostenlosen Profil noch ohne Budget möglich ist, ohne Agentur und ohne Fachchinesisch.
Checkliste per Newsletter erhaltenGoogle Ads: wann kommt Werbebudget überhaupt dazu
Google Ads ist die einzige echte Google-Kostenquelle rund um dein Profil. Es bleibt aber ein separates, freiwilliges Produkt, unabhängig vom Unternehmensprofil selbst. Ads funktioniert über ein Klickpreis-Modell (Cost-per-Click): Du zahlst nicht für das Anzeigen deines Profils, sondern nur, wenn jemand auf eine geschaltete Anzeige klickt, und du legst dein Budget selbst fest.
Anders als bei Zeit und Agenturpreisen bekommst du hier bewusst keine Beispielzahl: Eine einzelne Zahl würde vortäuschen, dass sie für dein Unternehmen genauso gilt wie für jedes andere. Klickpreise schwanken je nach Branche, Region und Wettbewerb zu stark, um sie seriös zu verallgemeinern, und eine erfundene Hausnummer wäre hier weniger wert als das ehrliche „kommt darauf an“. Was dagegen feststeht und von Google selbst dokumentiert ist: Du legst dein Tagesbudget und dein maximales Klickgebot selbst fest und kannst eine Kampagne jederzeit pausieren [4]. Ohne aktiv gebuchte Anzeige entsteht keine Ads-Kostenposition. Dein Profil funktioniert unabhängig davon vollständig weiter, mit denselben Öffnungszeiten, Bewertungen und Fotos wie ohne Ads.
Ads kommt also erst hinzu, wenn du dich aktiv dafür entscheidest. Das Profil selbst bleibt davon vollständig unberührt. Wer ein Angebot bekommt, das Ads-Kosten mit der Profilpflege vermischt oder ein „Ads-Paket“ als Voraussetzung für ein funktionierendes Profil darstellt, bekommt zwei getrennte Produkte als eines verkauft.

Was Drittanbieter verlangen und ob du das brauchst
Agenturen verlangen für Leistungen rund ums Profil zwischen keinem Cent, wenn du es selbst machst, und mehreren hundert Euro Setup plus laufender Betreuung im Abo. Öffentlich genannte Einzelbeispiele liegen bei 250 € [5] beziehungsweise 545 € [6] für die reine Einrichtung, jeweils zzgl. Mehrwertsteuer. Die meisten dieser Leistungen kannst du mit etwas Zeit selbst erledigen. Die folgende Übersicht ordnet drei typische Angebotsformen ein, jeweils mit der ehrlichen Frage, ob du sie überhaupt brauchst.
| Leistung | Typische Preisspanne (Einzelbeispiele) | Brauchst du das? |
|---|---|---|
Agentur-Setup/Einrichtung | Meist nein: die Einrichtung ist mit rund einer Stunde Zeit selbst machbar. | |
Laufende Betreuung/Optimierung im Abo | monatliches Abo-Modell | Selten nötig: die Pflege-Routine liegt bei rund 30–40 Minuten im Monat. |
Professionelle Fotografie | einmaliges Shooting-Honorar | Kann sich lohnen, sobald Handyfotos dem Auftritt nicht mehr gerecht werden. |

Für Einrichtung und laufende Pflege brauchst du in den meisten Fällen keine Agentur: Das ist mit der Zeit, die in den vorherigen Abschnitten beschrieben ist, selbst erledigt. Ein professionelles Fotoshooting ist die einzige Position in dieser Liste, die sich für viele Solo-Dienstleisterinnen lohnen kann, weil eigene Bilder direkt wirken und Vertrauen schaffen. Das bleibt eine freiwillige Wahl fürs eigene Profil.
Vorsicht vor Fake-Rechnungen für dein „kostenloses“ Profil
Weil das Profil kostenlos ist, sind Rechnungen oder Zahlungsaufforderungen dafür grundsätzlich verdächtig. Google verlangt für das Unternehmensprofil selbst nie eine Zahlung und ruft niemals unaufgefordert an, um dich zu einer Zahlung zu bewegen [3]. Typische Betrugsmuster sind Anrufe oder Schreiben, die eine ablaufende Frist, eine „Verlängerungsgebühr“ oder eine „letzte Mahnung“ für den angeblich kostenpflichtigen Eintrag behaupten [3].

Die Handlungsempfehlung dafür bleibt kurz: Nicht zahlen. Keine Zahlungsdaten am Telefon herausgeben. Den Kontaktversuch über die offiziellen Google-Support-Kanäle melden. Diese eine Regel reicht, um die gängigsten Maschen zu erkennen, ohne dass du dir jede einzelne Variante merken musst.
Ehrlich weitergehen
Wo stehst du beim Thema Sichtbarkeit gerade?
0 € Geld reichen für ein vollständiges Google-Profil. Die Sichtbarkeits-Checkliste im Newsletter ordnet ein, was als Nächstes sinnvoll ist, ohne Budget-Druck und ohne Hype-Versprechen.
Checkliste per Newsletter erhaltenHäufige Fragen zu Google Unternehmensprofil Kosten
Ist ein Google Unternehmensprofil immer kostenlos?
Ja, Erstellung, Bestätigung und laufender Betrieb sind dauerhaft 0 € [1]. Kostenpflichtig wird es nur, wenn du zusätzlich Google Ads bucht oder Leistungen bei Drittanbietern einkaufst. Beides sind eigene, freiwillige Entscheidungen, unabhängig vom Profil selbst.
Brauche ich eine Agentur, um mein Google Unternehmensprofil einzurichten oder zu pflegen?
Nein, für die meisten Fälle nicht. Einrichtung und laufende Pflege sind mit etwas Zeit selbst machbar: rund eine Stunde für die Einrichtung, danach etwa 30 bis 40 Minuten im Monat.
Was kostet professionelle Fotografie für das Profil?
Es gibt keinen Fixpreis. Handyfotos reichen oft aus, ein Fotoshooting lohnt sich, sobald eigene Bilder dem Auftritt nicht mehr gerecht werden. Preise dafür sind Einzelbeispiele und keine belastbare Marktspanne.
Wie viel Zeit kostet mich das Profil im Monat?
Nach der Einrichtung realistisch 30 bis 40 Minuten, wie im Beitrag zur Verwaltung des Profils beschrieben. Die Zeit teilt sich auf mehrere kurze, feste Rhythmen im Monat auf.
Muss ich für Google Ads zahlen, um im Google Unternehmensprofil zu erscheinen?
Nein. Ads ist ein separates, freiwilliges Werbeprodukt mit eigenem Klickpreis-Modell. Dein Profil funktioniert unabhängig davon vollständig.
Ich habe eine Rechnung für mein Google Unternehmensprofil erhalten. Ist das echt?
Nein. Google stellt für das Profil selbst keine Rechnung und ruft nicht an, um Geld zu verlangen [3]. Solche Schreiben oder Anrufe sind ein Betrugssignal. Das solltest du nicht bezahlen. Melde den Kontaktversuch stattdessen über die offiziellen Google-Support-Kanäle.
Weiterführend

Google Unternehmensprofil
Google Unternehmensprofil erstellen: in 7 Schritten von null auf live
Google Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für Gründerinnen – auch ohne Ladengeschäft, mit Bestätigung, Checkliste und ehrlichem Zeitaufwand. Stand 2026.

Google Unternehmensprofil
Google Unternehmensprofil verwalten: 30 Minuten im Monat reichen
Google Unternehmensprofil verwalten: die ehrliche Pflege-Routine für Gründer – Kernfelder ändern, Frequenztabelle, Aufwand-Wirkung-Check. Stand 2026.

Kostenlose Marketing-Tools
Kostenlose Marketing-Tools: der Starter-Korb in 4 Bausteinen
Kostenlose Marketing-Tools sortiert nach vier Bausteinen statt endloser Liste: Website, Design, Präsentation, Schaufenster – mit ehrlicher „reicht free?“-Grenze.
</content>
