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20.07.2026 · 10 Min. Lesezeit

Google Unternehmensprofil erstellen: in 7 Schritten von null auf live

Google Unternehmensprofil

Google Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für Gründerinnen – auch ohne Ladengeschäft, mit Bestätigung, Checkliste und ehrlichem Zeitaufwand. Stand 2026.

JK

Von den Expert:innen

Julia Kessel

10 Min. Lesezeit

Symbolische Illustration: eine Standortmarkierung, auf der eine kleine Fahne platziert wird, als Sinnbild für die Übernahme der Kontrolle über das eigene Google-Profil.

Dein Unternehmen kann bei Google schon jetzt ein Profil haben, obwohl du nie eines angelegt hast. Google kann für dein Unternehmen bereits ein unbestätigtes Profil führen, ohne dass du es je angelegt hast [1]. Die Angaben dort hat niemand geprüft: eine falsche Telefonnummer, veraltete Öffnungszeiten, ein Foto, das nicht deins ist. Wer danach sucht, findet zuerst diesen unkontrollierten Eintrag, nicht deine Version deines Unternehmens.

Die gute Nachricht: Du übernimmst die Kontrolle in ungefähr einer Stunde, ohne Agentur und ohne einen Cent Budget. Dieser Beitrag zeigt dir beide Wege (neu anlegen oder einen bestehenden Eintrag beanspruchen), führt dich Schritt für Schritt bis zur Bestätigung und macht ehrlich klar, wo der Aufwand liegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kostenlos: Ein Google Unternehmensprofil kostet dauerhaft 0 €, auch 2026 ohne Pflicht-Upgrade.
  • Aufwand: Anlegen dauert rund 20 Minuten, live bist du aber erst nach der Bestätigung, plane dafür Tage statt Minuten ein.
  • Bestehender Eintrag: Existiert dein Unternehmen schon bei Google (automatisch erzeugt oder von jemand anderem angelegt), übernimmst du die Inhaberschaft, statt ein Duplikat zu erzeugen.
  • Ohne Ladengeschäft: Auch ohne eigenen Laden bekommst du ein Profil, als Unternehmen mit Einzugsgebiet und ohne sichtbare Privatadresse.
  • Ablehnungsgründe: Die häufigsten Ursachen liegen an den eigenen Angaben, etwa Keyword-Zusätze im Namen, virtuelle Adressen oder widersprüchliche Kontaktdaten, und lassen sich vorab ausschließen.

Die sieben Schritte im Überblick, bevor es ins Detail geht:

  1. Mit einem (idealerweise geschäftlichen) Google-Konto anmelden.
  2. Unternehmensnamen eingeben und prüfen, ob bereits ein Eintrag vorgeschlagen wird.
  3. Unternehmenstyp wählen: Ladengeschäft, Dienstleistung vor Ort oder reines Online-Geschäft.
  4. Passende Hauptkategorie auswählen.
  5. Adresse oder Einzugsgebiet angeben.
  6. Kontaktdaten und Website hinterlegen.
  7. Bestätigungsmethode wählen und Anfrage absenden.

Was ein Google Unternehmensprofil ist und was es dir bringt

Ein Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Unternehmenseintrag, den Google in der Suche und auf Google Maps neben oder über den normalen Ergebnissen anzeigt, mit Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos, Anrufbutton und Route. Google hat das Produkt im November 2021 von „Google My Business“ in „Google Unternehmensprofil“ umbenannt [9][10]; wer den alten Namen googelt, landet trotzdem beim selben Werkzeug.

Auffindbar wirst du dadurch an drei Stellen gleichzeitig: im „Local Pack“ (die Box mit drei Einträgen und Karte unter lokalen Suchanfragen), auf Google Maps selbst und im Knowledge Panel bei Suchen nach deinem Firmennamen. Für jedes Unternehmen mit lokalem oder regionalem Bezug ist das der günstigste erste Schritt zu mehr Auffindbarkeit, bevor überhaupt Anzeigen oder Social Media zur Debatte stehen, passend zum ersten Schritt im Stufenmodell für Sichtbarkeit ohne Budget.

Was das Profil nicht ist, gehört genauso zur ehrlichen Einordnung: Es ist kein automatischer Kundenstrom. Wer rein überregional oder ausschließlich online verkauft, ohne Kundenkontakt vor Ort oder in einem Servicegebiet, bekommt aus dem Profil wenig Hebel. Das Werkzeug lohnt sich primär, wenn Menschen in einer Region nach dir suchen könnten.

Der praktische Nutzen zeigt sich meist an denselben drei Stellen: Anrufe direkt aus der Suche, Wegbeschreibungen zu deinem Standort oder Einzugsgebiet, und die Bewertungen, die für viele Suchende die erste unabhängige Einschätzung deines Angebots sind, bevor überhaupt eine Website angeklickt wird. Gerade für Gründerinnen ohne bestehende Reputation ist das ein Vertrauens-Vorsprung, den keine eigene Website in der gleichen Geschwindigkeit aufbauen kann. Die ersten Sterne auf einem fremden, bekannten Werkzeug wiegen anders als das eigene Marketing-Versprechen.

Schematische Darstellung von drei nebeneinanderliegenden Flächen als Sinnbild für die drei Orte, an denen ein Google Unternehmensprofil sichtbar wird.
Local Pack, Maps und Knowledge Panel: dieselbe Eintragung zeigt sich an drei Stellen gleichzeitig.

Bevor du startest: diese 6 Dinge legst du dir zurecht

Du brauchst für die Anlage nur ein Google-Konto und rund zehn Minuten Vorbereitung. Genau diese zehn Minuten entscheiden, ob die spätere Bestätigung glatt läuft oder hakt. Wer ungeprüft loslegt, produziert die Fehler, die später zu Ablehnungen oder Nachfragen führen.

Sechs Punkte gehören auf deine Vorbereitungsliste, bevor du das Formular öffnest:

  • Google-Konto: möglichst geschäftlich getrennt vom privaten Konto — dafür reicht ein zweites, kostenloses Google-Konto mit eigener E-Mail-Adresse; hast du keine Lust auf ein zweites Konto, funktioniert dein privates ebenso.
  • Exakter Unternehmensname: genau wie im echten Auftritt, ohne Orts- oder Keyword-Zusätze wie „… Berlin Bestpreis“. Solche Zusätze verstoßen gegen Googles Namensrichtlinie: Google droht dafür ausdrücklich eine Profilsperrung an [2].
  • Einheitliche Kontaktdaten: Adresse und Telefonnummer identisch zu Website und Impressum (Fachbegriff: NAP-Konsistenz, Name-Address-Phone).
  • Hauptkategorie vorüberlegt: die Berufsbezeichnung, unter der Kundinnen dich suchen würden.
  • Öffnungszeiten oder Erreichbarkeit: auch bei Dienstleistungen ohne festen Laden relevant.
  • Drei bis fünf eigene Fotos statt Stockware.

Diese Vorbereitung kostet dich nichts außer den zehn Minuten, erspart dir aber die häufigste Ursache für spätere Bestätigungs-Schleifen und Rückfragen.

Sechs kleine Kacheln, eine davon mit Häkchen markiert, als Sinnbild für die Vorbereitungsliste vor der Profilanlage.
Sechs Punkte vorab klären, dann läuft die Anlage in einem Rutsch durch.

Google Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt

Du legst das Profil über die offizielle Google-Unternehmensprofil-Seite an [3]: Von der Anmeldung bis zum Absenden zur Bestätigung sind es sieben Schritte. Seit einigen Jahren läuft die Verwaltung direkt in der Google Suche und in Google Maps, nicht mehr in einem separaten „My Business“-Dashboard; viele ältere Anleitungen zeigen deshalb eine überholte Oberfläche.

Die Liste oben bleibt dieselbe, hier kommt nur dazu, was dort keinen Platz hatte:

  • Schritt 2 (Unternehmensname): Google zeigt direkt an, ob bereits ein Vorschlag mit ähnlichem Namen existiert, ein erster Hinweis auf einen möglichen Duplikat-Fall (dazu gleich mehr).
  • Schritt 3 (Unternehmenstyp): Zur Auswahl stehen im Kern ein Geschäft mit Kundenverkehr vor Ort, eine Dienstleistung, die zu Kundinnen fährt, oder ein reines Online-Geschäft ohne physischen Standort.
  • Schritt 5 (Adresse oder Einzugsgebiet): Je nach gewähltem Unternehmenstyp aus Schritt 3 unterscheidet sich dieser Schritt deutlich (siehe die eigene Sektion zum servicegebietsbasierten Profil unten).
  • Schritt 6 (Kontaktdaten): Ein fehlender eigener Auftritt ist kein Ausschlussgrund.
  • Schritt 7 (Bestätigungsmethode): Google schlägt eine oder mehrere verfügbare Methoden vor, und die Anfrage geht raus.

Schritt 1 (anmelden) und Schritt 4 (Kategorie) laufen genau so ab, wie du sie oben schon gelesen hast.

Die reine Anlage ist damit in 15 bis 20 Minuten erledigt. Live und für Suchende auffindbar bist du damit noch nicht. Das folgt erst nach der Bestätigung, die in den nächsten Abschnitten im Detail geklärt wird.

Sieben Schritte trennen dich von der Bestätigungs-Anfrage — live wird das Profil erst danach.

Kein Ladengeschäft? So legst du das Profil ohne sichtbare Adresse an

Auch ohne eigenen Laden oder ein Büro mit Kundenverkehr bekommst du ein vollwertiges Profil: Du richtest es als Unternehmen mit Einzugsgebiet ein, und deine private Adresse bleibt dabei für Suchende unsichtbar. Genau das ist der Regelfall für viele Solo-Dienstleisterinnen, die von zu Hause aus arbeiten.

Technisch entscheidest du das bereits in Schritt 3 der Anlage: Statt „Ladengeschäft“ wählst du die Option für Dienstleistungen, die zu Kundinnen kommen oder liefern, statt umgekehrt. Im weiteren Verlauf aktivierst du die Einstellung, die Adresse nicht öffentlich anzuzeigen, und definierst stattdessen ein Einzugsgebiet, etwa einen Radius oder eine Liste von Orten, Stadtteilen oder Postleitzahlen, in denen du tätig bist [7]. Eine Ausnahme gilt für virtuelle Büros oder reine Briefkastenadressen ohne dauerhafte, persönliche Präsenz: Solche Adressen gelten laut Google explizit als nicht berechtigt [8], ein Adress-Trick ohne Erfolgsaussicht.

Diesen Fall bedient kaum ein Ratgeber ausführlich, obwohl er für Gründerinnen im Home-Office der Normalfall ist, nicht die Ausnahme. Die Konsequenz daraus ist einfach: Ein fehlendes Büro ist kein Hinderungsgrund für ein Profil, eine erfundene Adresse dagegen schon.

Ein kleines Haus mit einem weichen Radius-Ring darum, als Sinnbild für ein Einzugsgebiet ohne sichtbare Adresse.
Ohne Laden und ohne Büro mit Kundenverkehr: trotzdem ein vollwertiges Profil, wenn du Einzugsgebiet statt Adresse einträgst.

Dein Unternehmen ist schon bei Google? Inhaberschaft beanspruchen statt neu anlegen

Taucht dein Unternehmen bereits auf Google Maps auf, übernimmst du den bestehenden Eintrag, statt ein zweites Profil anzulegen. Ein zweites Profil erzeugt ein Duplikat, das Google laut eigenen Angaben komplett aus Suche und Maps entfernt [6]. Solche Einträge können bei Google bereits unbestätigt existieren, ohne dass du sie je angelegt hast [1]. Darin liegt die Reibung, die diesen Beitrag eröffnet hat.

Der Weg dorthin führt über Google Maps: Du suchst deinen Firmennamen, öffnest den gefundenen Eintrag und wählst dort die Option, die Inhaberschaft zu beanspruchen beziehungsweise den Eintrag zu verwalten [1]. Anschließend durchläufst du dieselbe Bestätigung wie bei einer Neuanlage. Der Unterschied liegt nur im Ausgangspunkt, nicht im Ziel.

Bevor du also überhaupt mit Schritt 1 der Neuanlage startest, lohnt sich eine kurze Suche nach dem eigenen Firmennamen auf Google Maps. Diese eine Minute verhindert den häufigsten Anfängerfehler: ein zweites, konkurrierendes Profil zum eigenen Unternehmen. Wichtig ist die Abgrenzung zu einem verwandten, aber anderen Fall: Soll ein bereits verwaltetes Profil später an eine andere Person oder ein anderes Konto übergehen, handelt es sich um eine Übertragung der Inhaberschaft. Mehr dazu im Beitrag zur Übertragung von Google Unternehmensprofilen.

Zwei gleiche Kacheln, eine davon mit einer kleinen Fahne markiert, die andere blasser werdend, als Sinnbild für das Beanspruchen eines bestehenden Eintrags statt eines Duplikats.
Ein zweites Profil doppelt nur das Problem: Übernehmen schlägt Neuanlegen.

Profil bestätigen: die Wege im Überblick und wie lange es dauert

Ohne Bestätigung geht dein Profil nicht live. Google entscheidet dabei, welche Methoden dir überhaupt angeboten werden, du kannst nicht frei wählen [4]. 2026 ist die Video-Aufzeichnung eine der häufigsten angebotenen Wege, die klassische Postkarte inzwischen eher die Ausnahme.

Die folgende Übersicht ordnet die möglichen Methoden nach typischem Ablauf und Dauer ein:

MethodeAblaufTypische Dauer

Video-Aufzeichnung

unbearbeitetes Video zeigt Standort, Ausstattung und Tätigkeit

Prüfung dauert laut Google bis zu 5 Werktage [5]

Live-Videoanruf

direkter Videoanruf mit Google zur Standortprüfung

Termin meist innerhalb weniger Tage, abhängig von Verfügbarkeit

Telefon oder SMS

Code wird an die hinterlegte Nummer geschickt

sofort nach Eingabe

E-Mail

Code wird an die hinterlegte Adresse geschickt

sofort nach Eingabe

Postkarte

Brief mit Code wird an die Geschäftsadresse geschickt

meist innerhalb von 14 Tagen, Code läuft nach 30 Tagen ab [4]

Welche dieser Optionen dir Google konkret anbietet, hängt von Branche, Kontoverlauf und Standort ab. Die vollständige, laufend aktualisierte Methodenliste führt die verlinkte Google-Hilfe [4]. Für die Praxis heißt das: Plane die Bestätigung in Tagen, nicht in Minuten, und bereite ein Video vor, das Außenansicht, Innenbereich und eine kurze Tätigkeitsszene zeigt, bevor du es brauchst. Hakt eine dieser Methoden konkret bei dir, überspringst du am besten direkt zum Abschnitt „Typische Hürden: wenn Bestätigung oder Freischaltung haken“ weiter unten — dort steht, was in diesem Fall zu tun ist.

Eine Sanduhr mit rieselndem Sand, als Sinnbild für die Wartezeit zwischen Bestätigungsanfrage und Freischaltung.
Die aktive Zeit ist kurz, die Wartezeit läuft nebenher: Plane in Tagen, nicht in Minuten.

Typische Hürden: wenn Bestätigung oder Freischaltung haken

Die meisten Ablehnungen haben dieselben vier Ursachen, und alle vier lassen sich vorab ausschließen, statt sie im Nachhinein zu reparieren. Wer die eigene Vorbereitung aus dem zweiten Abschnitt ernst nimmt, begegnet den meisten dieser Fälle gar nicht erst.

Die vier häufigsten Ursachen im Überblick:

  • Zusätze im Unternehmensnamen: Keyword- oder Ortsangaben wie „Bestpreis“ oder „Berlin“ im Namensfeld, obwohl sie nicht Teil des echten Firmennamens sind.
  • Virtuelle oder wechselnde Adresse: ein Coworking-Space oder eine Briefkastenadresse ohne dauerhafte, persönliche Präsenz, für Google explizit nicht berechtigt [8].
  • Duplikat eines bestehenden Eintrags: ein zweites Profil zum selben Unternehmen, weil vorher nicht auf Google Maps gesucht wurde. Google blendet als Duplikat eingestufte Profile komplett aus [6].
  • Widersprüchliche Angaben: Adresse oder Telefonnummer im Profil weichen von Website und Impressum ab.
Vier kleine Kacheln, eine davon mit einem Kreuz markiert, als Sinnbild für die vier häufigsten Ablehnungsgründe.
Alle vier Ursachen liegen an den eigenen Angaben statt an Google-Willkür.

Liegt eine Ablehnung vor, hilft in den meisten Fällen dasselbe Vorgehen: die betroffenen Angaben korrigieren, eine neue Bestätigung anfordern und, falls das nicht greift, über das offizielle Google-Support-Formular nachfragen. Ein hakendes Profil bedeutet fast immer einen korrigierbaren Datenpunkt, nicht Google-Willkür. Ruhig prüfen lohnt sich mehr als vorschnell alles neu anzulegen. Ist die Bestätigung einmal erfolgreich durch, wartet direkt der nächste Schritt: das Profil von „bestätigt“ auf „vollständig“ bringen.

Nächster Schritt

Die Sichtbarkeits-Checkliste direkt mitnehmen

Dein Profil ist bald bestätigt. Die Sichtbarkeits-Checkliste im Newsletter fasst zusammen, worauf es danach als Nächstes ankommt, ohne Agentur und ohne Fachchinesisch.

Checkliste per Newsletter erhalten

Nach der Bestätigung: die Vollständigkeits-Checkliste

Live heißt noch nicht fertig: Erst ein vollständig ausgefülltes Profil taucht zuverlässig im Local Pack auf, ein bestätigtes, aber leeres Profil bleibt im Ranking zurück. Diese Checkliste bringt dich von „bestätigt“ auf „vollständig“:

  • [ ] Unternehmensbeschreibung ausgefüllt
  • [ ] Öffnungszeiten inklusive Feiertagsregelung hinterlegt
  • [ ] Leistungen oder Produkte eingetragen
  • [ ] Fotos ergänzt: Logo, Titelbild, drei bis fünf echte Aufnahmen
  • [ ] Passende Attribute ausgewählt
  • [ ] Erste Bewertung aktiv bei einer zufriedenen Kundin angefragt

Die Beschreibung ist der Baustein, an dem die meisten frisch bestätigten Profile hängen bleiben, weil er am ehesten wie „Kür statt Pflicht“ wirkt. Dabei ist er einer der wenigen freien Textfelder, in denen du in eigenen Worten erklärst, für wen dein Angebot passt. Alles, was über diese Checkliste hinausgeht (regelmäßige Beiträge, systematisches Bewertungsmanagement, Optimierung einzelner Felder), ist laufende Pflege und Thema des Beitrags zur Verwaltung von Google Unternehmensprofilen, sobald du diese Checkliste abgehakt hast.

Ein kurzer, gestufter Balken, dessen letztes Segment hervorgehoben ist, als Sinnbild für den letzten Schritt von einem bestätigten zu einem vollständigen Profil.
Bestätigt ist nicht vollständig: Erst die abgehakte Checkliste bringt das Profil zuverlässig ins Local Pack.

Was das kostet und wo dein Aufwand liegt

Das Google Unternehmensprofil kostet dauerhaft 0 €, ohne Premium-Haken oder Pflicht-Upgrade. Dein tatsächlicher Einsatz ist Zeit, nicht Geld: rund eine Stunde für die komplette Einrichtung, danach ein paar Minuten Pflege pro Woche.

Eine Uhr mit unterschiedlich großen Segmenten, als Sinnbild für die Aufteilung der einen Stunde Aufwand in Vorbereitung, Anlage, Bestätigung und Vervollständigung.
Eine Stunde Aufwand, aufgeteilt auf vier Etappen: mehr kostet dich das Profil nicht.

Aufgeschlüsselt sieht die Stunde so aus: etwa zehn Minuten Vorbereitung, rund 20 Minuten für die Anlage selbst, ein paar aktive Minuten für die Bestätigung (die Wartezeit dazwischen läuft im Hintergrund) und noch einmal rund 20 Minuten für die Vervollständigung aus der Checkliste oben. Das ist eine grobe Schätzung ohne Studiencharakter: Sie hängt davon ab, wie schnell du Fotos parat hast und wie glatt die Bestätigung läuft.

Diese Rechnung ist zugleich der Punkt, an dem sich Agentur-Angebote für „Profil-Boosting“ oder „Google-Optimierung“ gegen den eigenen Aufwand rechnen lassen müssen: Für die reine Einrichtung brauchst du keine Agentur. Sinnvoll werden kleine Budgets (die häufig zitierten 10 bis 20 € im Monat) erst später, wenn es um zusätzliche Werkzeuge für mehr Auffindbarkeit insgesamt geht, nicht um das kostenlose Grundprofil selbst. Wo genau die Preisfrage komplizierter wird, etwa bei bezahlten Zusatzfunktionen oder Werbeanzeigen rund ums Profil, klärt der Beitrag zu den Kosten eines Google Unternehmensprofils im Detail.

Die laufende Pflege nach der Einrichtung braucht ebenfalls Zeit, aber wenig davon: ein neues Foto hochladen, auf eine Bewertung antworten, Öffnungszeiten an Feiertagen anpassen. Realistisch sind das wenige Minuten pro Woche statt eines täglichen Projekts. Wer diesen Aufwand mit dem einer bezahlten Anzeige vergleicht, sieht schnell, warum das Profil für frisch gegründete Unternehmen der erste von mehreren Hebeln ist: Es kostet dich nur Zeit, die du für mehr Auffindbarkeit ohnehin investieren müsstest, um überhaupt gefunden zu werden.

Ehrlich weitergehen

Wo stehst du beim Thema Sichtbarkeit?

Das Google Unternehmensprofil ist ein Baustein von mehreren. Die Sichtbarkeits-Checkliste im Newsletter ordnet ein, was als Nächstes sinnvoll ist, ohne Budget-Druck und ohne Hype-Versprechen.

Checkliste per Newsletter erhalten

Häufige Fragen zu Google Unternehmensprofil erstellen

Was kostet ein Google Unternehmensprofil?

0 €, dauerhaft und ohne Pflicht-Upgrade. Kostenpflichtig werden allenfalls zusätzliche Werkzeuge rund um Sichtbarkeit, nicht das Grundprofil selbst; Details dazu im Beitrag zu den Kosten.

Wie lange dauert es, bis mein Profil sichtbar ist?

Nach erfolgreicher Bestätigung meist innerhalb weniger Tage, abhängig von der gewählten Bestätigungsmethode [4]. Telefon- und E-Mail-Codes wirken sofort, Video- und Postprüfungen brauchen länger.

Kann ich ein Profil ohne Ladengeschäft oder ohne sichtbare Adresse erstellen?

Ja. Du richtest das Profil als Unternehmen mit Einzugsgebiet ein, deine Adresse bleibt dabei unsichtbar. Das ist der übliche Weg für Dienstleistungen ohne eigenen Laden.

Was mache ich, wenn mein Unternehmen schon bei Google auftaucht?

Inhaberschaft beanspruchen statt neu anlegen [1]: Ein zweites Profil erzeugt ein Duplikat, das Google komplett aus Suche und Maps entfernt [6].

Welche Bestätigungsmethode ist die schnellste?

Google trifft diese Auswahl automatisch. Telefon- und E-Mail-Codes wirken sofort, eine Video-Prüfung dauert laut Google bis zu 5 Werktage [5], die Postkarte am längsten [4].

Brauche ich eine eigene Website für das Profil?

Nein. Das Profil funktioniert eigenständig; eine vorhandene Website stärkt es zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung.

Was ist der Unterschied zwischen Google My Business und Google Unternehmensprofil?

Dasselbe Produkt unter neuem Namen: Google hat es im November 2021 umbenannt [9]. Wer nach „Google My Business“ sucht, landet beim identischen Werkzeug.

Kann ich meine Angaben später ändern?

Ja, jederzeit über die Verwaltung direkt in der Google Suche oder in Google Maps. Mehr dazu im Beitrag zur Verwaltung des Profils.

Weiterführend

Quellen

  1. [1]Google-Hilfe: Ihr Unternehmensprofil bei Google hinzufügen oder Anspruch darauf erheben https://support.google.com/business/answer/2911778?hl=de
  2. [2]Google-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google https://support.google.com/business/answer/3038177?hl=de
  3. [3]Google: Google Unternehmensprofil (Produktseite) https://business.google.com/de/business-profile/
  4. [4]Google-Hilfe: Unternehmen bei Google bestätigen https://support.google.com/business/answer/7107242?hl=de
  5. [5]Google-Hilfe: Unternehmen per Videoaufzeichnung bestätigen https://support.google.com/business/answer/14271705?hl=de
  6. [6]Google-Hilfe: Probleme mit doppelten Profilen und Inhaberschaften beheben https://support.google.com/business/answer/12756178?hl=de
  7. [7]Google-Hilfe: Einzugsgebiete für Unternehmen ohne festen Standort und Hybridunternehmen verwenden https://support.google.com/business/answer/9157481?hl=de
  8. [8]Google-Hilfe: Richtlinien zur Berechtigung und Inhaberschaft für Unternehmen https://support.google.com/business/answer/13763036?hl=de
  9. [9]Search Engine Land: Google My Business now known as Google Business Profile as Google migrates features to Maps and Search https://searchengineland.com/google-my-business-now-known-as-google-business-profile-as-google-migrates-features-to-maps-and-search-375767
  10. [10]BrightLocal: GMB Rebrands to Google Business Profile: What Does it Mean for Local Businesses? https://www.brightlocal.com/blog/gmb-rebrands-to-google-business-profile/

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